Samstag, 10.10.2026 - 15:30 Uhr

AFC Ulten Raiff.

4 - 2

Riffian Kuens

Eigentor Flarer (25.)

Reka (47.)

Foulelfmeter Adrian Gamper (56.)

Garber (70.)

Benkadmir (23.)

Josua Thaler (78.)

Adrian Gamper bejubelt sein Elfmetertor zum zwischenzeitlichen 3:1.

Traum-Halbzeit beschert Ulten den zweiten Saisonsieg

Ulten dreht im zweiten Durchgang mächtig auf und besiegt Riffian Kuens mit 4:2

Ein äußerst unterhaltsames Spiel bekamen die Zuschauer in St. Walburg am Samstagnachmittag geboten. Am Ende der 90 Minuten konnten sich die Ultner verdient mit 4:2 gegen Riffian Kuens durchsetzen. Entscheidend war dabei eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, die sicherlich auch durch eine taktische Umstellung von Ulten-Coach Davide Santachiara begünstigt wurde. Aber nun der Reihe nach: Die Gäste, die bekanntlich seit Sommer 2026 von Ex-Ulten-Trainer Walter Pixner trainiert werden, fanden etwas besser ins Spiel. Gerade einmal vier Minuten waren gespielt, als Unterthurner aus 30 Metern abzog und Fabian Schwarz fast überrascht hätte. Sein Versuch ging jedoch an die Oberkante der Querlatte und sprang von dort ins Toraus. Auf der Gegenseite verzeichnete Luis Gruber die erste Torannäherung: Nach schönem Diagonalball von Renè Schwienbacher dribbelte er sich in den Strafraum, sein Schuss ging aber deutlich drüber (9.). Riffian Kuens blieb ebenfalls aktiv und kam durch Kröss zum nächsten Abschluss, sein Versuch aus spitzem Winkel konnte Fabian Schwarz jedoch per Fußabwehr klären (10.). Ulten machte sich in dieser Phase selbst das Leben schwer, weil man im Spiel nach vorne zahlreiche Ungenauigkeiten hatte und viele Bälle zu schnell verlor. Fabian Tratter machte seine Sache als Zielspieler zwar sehr ordentlich, doch die Spieler um ihn herum konnten ihre Stärken noch nicht einbringen. Ein Umstand, der sich erst in den zweiten 45 Minuten ändern sollte. Einem Ultner Ballverlust entsprang auch die nächste Chance der Gäste: Nach schöner Kombination zwischen Kuen und Kröss kam das Leder zu Benkadmir, der im Sommer von Sinich gekommen war. Dieser flankte butterweich zur Mitte, wo der aufgerückte Außenverteidiger Öttl zum Kopfball kam, diesen jedoch an den Pfosten setzte (17.). Nachdem ein Schuss aus großer Distanz von Renè Schwienbacher über das Tor gegangen war (21.), folgte eine unglaubliche Szene: Nach schönem Zuspiel von Tratter öffnete sich Adrian Gamper durch ein Dribbling die Schussbahn und zog ab. Der Schlussmann der Gäste, Raphael Gruber, reagierte bärenstark und lenkte seinen Flachschuss an den Pfosten. Michael Kainz, der zum ersten Mal in Ultens Startelf stand, hatte das vermeintlich leere Tor vor sich, doch Teufelskerl Gruber war blitzschnell wieder auf seinen Beinen und verhinderte mit einem Monster-Save das sichere Tor (22.). Die alte Fußballweisheit „Wer die Tore vorne nicht macht, bekommt sie hinten“ bewahrheitete sich keine 60 Sekunden später: Ein Zuspiel von Renè Schwienbacher auf seinen Torhüter geriet zu kurz, sodass Benkadmir eher am Ball war als „Fabi“. Dieser legte den Ball am Ultner Schlussmann vorbei und vollendete aus spitzem Winkel zum nicht unverdienten 1:0 für Riffian Kuens (23.). Dann sorgte Flügelmann Verdorfer für großes Staunen auf der Tribüne, als er zu einem Sololauf über den ganzen Platz ansetzte. Der pfeilschnelle Spieler drang in den Ultner Strafraum an, doch der letzte Haken war dann doch einer zu viel (24.). Im Gegenzug kam Ulten zum etwas glücklichen Ausgleich: Ein Eckball von Reka, der genau vors Tor gezogen war, wurde von Flarer unglücklich mit der Schulter ins eigene Tor abgelenkt (25.). Nun beruhigte sich das Spiel etwas. Einzig eine Doppelchance durch Luis Gruber und Adrian Gamper ist an dieser Stelle erwähnenswert: Eine Hereingabe des Ultner Kapitäns konnte der Schlussmann von Riffian Kuens nur nach vorne abklatschen lassen, wo es Adrian Gamper mit einem Fallrückzieher probierte. Sein Versuch, der möglicherweise genau gepasst hätte, wurde jedoch von Außenverteidiger Unterthurner vor der Linie abgewehrt (39.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb der leicht angeschlagene Fabian Pilser in der Kabine. Für ihn kam Raffael Trafoier ins Spiel, der die Außenverteidigerposition von Garber übernahm. Andrè rückte dafür weiter nach vorne. Eine Umstellung, die das Spielgeschehen entscheidend beeinflusste. Der Co-Trainer von Riffian Kuens, Matthias Gruber, kürte Ultens Nummer Zehn nach Spielende sogar zum inoffiziellen „Man of the match“. In der Tat zeigte die Heimelf zwischen der 46. und 75. Minute traumhaften Fußball und überrannte die nun völlig überforderten Gäste. Tratter eroberte im Mittelfeld einen Ball, spielte Garber frei, der wieder querspielte auf „Fabi“. Dieser lenkte das Leder traumhaft mit der Hacke weiter und Reka hatte am zweiten Pfosten wenig Mühe, Raphael Gruber per Flachschuss zu überwinden (47.). Ulten blieb am Drücker: Über Adrian Gamper und Fabian Tratter kam der Ball zu Garber, der auf links das Tempo anzog und im Strafraum nur mehr durch ein Foul zu stoppen war. Elvin Reka überließ den Strafstoß Adrian Gamper, der mit einem platzierten Flachschuss das 3:1 erzielte (56.). Tratter hätte seine herausragende Leistung wenig später fast mit einem Tor gekrönt, sein Versuch aus 20 Metern strich jedoch um Zentimeter am Tor vorbei (62.). In der 70. Minute zeigte Ulten seine ganze spielerische Klasse: Mit der nötigen Ruhe, der perfekten Schärfe und Genauigkeit kombinierten sich Reka, Tratter und Kainz nach vorne. „Michi“ fand den tief gelaufenen Adrian Gamper, dessen flache Hereingabe von Garber zum 4:1 veredelt wurde. Die Gäste fielen nun völlig auseinander und nach schönem Zusammenspiel zwischen „Michi“ und „Adri“ hätte Letzterer eigentlich das 5:1 erzielt, doch Schiedsrichter Kola entschied zu Unrecht auf Abseits (72.). Wenig später verließ der Blondschopf das Feld und für ihn kam Simon Stangl, der seine ersten Einsatzminuten der heurigen Saison sammeln durfte. Er musste sogleich mitansehen, wie die Gäste auf 2:4 verkürzten. Nach einem Eckball stand Thaler ziemlich blank und köpfelte unbedrängt ein (78.). Kurz vor dem Ende der Partie hätte Öttl weiter verkürzen können, als er nach einem seitlichen Freistoß von Thaler am zweiten Pfosten zum Abschluss kam, den Ball jedoch in die Wolken jagte (90.). Wenig später pfiff der Unparteiische die Partie ab und Ulten konnte den zweiten Saisonsieg bejubeln.

Fabian Schwarz 1 Raphael Gruber
Lukas Breitenberger 2 Öttl
Luis Gruber 3 Unterthurner
Reka 4 Flarer
Renè Schwienbacher 5 Josua Thaler
Kainz 6 Kuen
Fabian Pilser 7 Desideri
Holzner 8 Kofler
Tratter 9 Kröss
Garber 10 Benkadmir
Adrian Gamper 11 Verdorfer
Benkadmir (23.)
Eigentor Flarer (25.)
Fabian Pilser (46.)
Raffael Trafoier [14]
Reka (47.)
Foulelfmeter Adrian Gamper (56.)
Kuen (60.)
Brugger [16]
Kröss (61.)
Dalceggio [17]
Verdorfer (61.)
Walder [18]
Garber (70.)
Adrian Gamper (72.)
Simon Stangl [16]
Kofler (72.)
Jona Drescher [14]
Benkadmir (72.)
Gjepali [19]
Tratter (72.)
Tobias Breitenberger [17]
Josua Thaler (78.)
Holzner (85.)
Peter Kuppelwieser [13]
Reka (89.)
Jonas Stangl [18]